Wohnbau mit Holz auf Höchststand

Ein Artikel von Thomas Schweighofer | 09.07.2026 - 08:58

Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe zeigte sich in den vergangenen Jahren gegenüber der schwierigen konjunkturellen Lage in der Bauwirtschaft widerstandsfähig, berichtet Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Berlin.

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschafteten die Zimmereibetriebe in Deutschland laut aktuellem Lagebericht einen Umsatz von 10,24 Mrd. € (+2,9%). Das liegt um 5% über dem Durchschnitt der vier Jahre davor. Bei den Auftraggebern bleiben private Bauherren mit einem Umsatzanteil von 71% die wichtigste Kundengruppe vor gewerblichen Auftraggebern (18%) und öffentlichen Auftraggebern (11%).

Beim Wohnungsneubau stieg der Anteil der genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise auf einen neuen Höchststand von 24,4% (2024: 24,1%). Insgesamt wurden 62.184 Wohngebäude genehmigt, davon 15.174 in Holzbauweise. Den höchsten Anteil am Wohnungsneubau mit Holz unter den Bundesländern gibt es in Baden-Württemberg mit 38,6%. Leicht gesunken ist hingegen der Anteil im Nichtwohnbau auf bundesweit nunmehr 24,9% (2024: 25,4%). Insgesamt wurden 21.049 Nichtwohngebäude genehmigt, davon 5242 in Holzbauweise. Als die größten Erfolgshindernisse identifiziert die Branche langwierige bürokratische Genehmigungsverfahren und eine unzureichende Planung durch Auftraggeber.

Bei der Anzahl der Betriebe setzte sich 2025 der Trend der vergangenen Jahre fort: Es gab einen Rückgang auf 12.033 (–0,83%). Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten leicht auf 74.957 (+0,27%). Die Ausbildungszahlen zeigen eine positive Entwicklung: Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Ausbildungsverträge im Zimmererhandwerk um 5,5%. Der Frauenanteil wuchs auf 6,4% (+0,3%).