Lage im Holzbau bleibt angespannt

Ein Artikel von Günther Jauk (für holzbau austria bearbeitet) | 16.07.2026 - 11:19

Die Lage im österreichischen Holzbau blieb im 1. Halbjahr 2026 angespannt. Im 1. Quartal sanken die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresquartal nominell um 2,3 %. Damit fiel der Rückgang stärker aus als Anfang 2025 mit 0,4 %. Während 21 % der Betriebe Zuwächse von durchschnittlich 10,1 % meldeten, lagen die Auftragseingänge bei 43 % auf Vorjahresniveau. 36 % verzeichneten Einbußen von durchschnittlich 13,2 %. Gleichzeitig erhöhten die Unternehmen ihre Verkaufspreise um 2,9 %. Real gingen die Auftragseingänge damit um 5 % zurück.

Im 2. Quartal bewerteten 26 % der Betriebe ihre Geschäftslage als gut. Im Vorquartal waren es 13 %. Der Anteil mit saisonüblicher Lage sank von 59 % auf 35 %. Zugleich stieg jener mit schlechter Geschäftslage von 28 % auf 39 %. Damit überwogen die negativen Beurteilungen um 13 Prozentpunkte. Gegenüber dem 1. Quartal verbesserte sich das Stimmungsbarometer dennoch geringfügig.

Der Auftragsbestand sicherte im Branchendurchschnitt eine Vollauslastung für 12,7 Wochen. Gegenüber dem 2. Quartal 2025 entsprach dies einem Rückgang um 11,5 %. 22 % der Betriebe verfügten über Aufträge für höchstens vier Wochen. Bei 19 % reichte der Bestand für fünf bis neun Wochen. 39 % waren für zehn bis 19 Wochen ausgelastet. Weitere 17 % meldeten 20 Wochen und mehr. 3 % hatten keine Aufträge in den Büchern.

Zusätzliche Kapazitäten waren weiterhin vorhanden. 35 % der Betriebe hätten sofort weitere Aufträge übernehmen können. 36 % nannten einen Zeitraum von drei Monaten, 23 % sechs Monate und 6 % neun Monate. Gegenüber dem Vorquartal sank der Anteil an Betrieben mit sofort verfügbaren Kapazitäten von 44 % auf 35 %.

Für das 3. Quartal hellten sich die Erwartungen leicht auf. 18 % rechnen mit steigenden Auftragseingängen, 54 % mit stabilen Werten und 28 % mit Rückgängen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025. Der Erwartungssaldo lag bei –10 Prozentpunkten. Im Vorjahr hatte er –30 Prozentpunkte betragen, im Vorquartal –17 Prozentpunkte. Auch die Beschäftigungspläne bleiben expansiv. 31 % wollen Personal aufbauen, 68 % den Stand halten und 1 % Stellen abbauen. Im Durchschnitt ergibt sich daraus ein geplantes Beschäftigungsplus von 6,1 %.

Quelle: KMU Forschung Austria