Wohnungsneubau bleibt halbiert

Ein Artikel von Thomas Schweighofer (für holzbau austria bearbeitet) | 13.07.2026 - 06:19

Im 1. Quartal wurden in Österreich 4381 neue Gebäude bewilligt, berichtet Statistik Austria. Das waren 335 (+8,3 %) mehr als im Vorjahresquartal und bedeutet eine leichte Erholung nach dem Tief von 2024. Vom Höchstwert des 1. Quartals 2021 mit 8117 bewilligten neuen Gebäuden ist das Niveau aber weit entfernt. Damit liegt der aktuelle Gebäudeneubau um ein Viertel unter dem Durchschnitt des vorigen Jahrzehnts. 

Mehr als zwei Drittel der neu bewilligten Gebäude waren Wohngebäude. Im 1. Quartal wurden 2923 neue Wohngebäude (7,5 %) bewilligt. Im Vergleich zum Höchststand 2021 mit 5700 neuen Wohngebäuden beträgt der Rückstand fast 49 %. Der Ein- und Zweifamilienhausbereich lag mit 2560 Bewilligungen zwar um 9,3 % über 2025, blieb aber ebenfalls um fast die Hälfte unter dem Spitzenwert von 2021. 

Wohnungen weiter rückläufig

Schwächer fällt das Bild bei den baubewilligten Wohnungen aus. In neuen Gebäuden wurden im 1. Quartal 7802 Wohnungen bewilligt, um 734 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das ist zugleich um 7740 (–50 %) weniger als im Spitzenquartal 2021. Das bedeutet den niedrigsten Erstquartalswert seit 2010. Die 11.804 baubewilligten Wohnungen (–7,7 %) insgesamt sind der zweitniedrigste Wert seit 2010. 

Zur weiteren Einordnung: Seit 2010 ist die Bevölkerung in Österreich um gut 850.000 Personen (10 %) gewachsen, während rund 294.000 neue Wohngebäude beziehungsweise 835.000 Wohnungen in neuen Wohngebäuden bewilligt wurden. Die anhaltende Schwäche im Wohnbau bleibt eine Belastung für die heimische Holzindustrie.

Quelle: Statistik Austria