Klosterneuburg eröffnet neues Zentrum für Wein und Obst

Ein Artikel von Birgit Gruber | 13.04.2026 - 07:47
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Schlüsselübergabe (v. li.): Gerald Beck, GF der Bundesimmobiliengesellschaft, Bundesminister Norbert Totschnig und Reinhard Eder, Direktor der HBLA Klosterneuburg © Markus Schieder

In Klosterneuburg wurde kürzlich das neue „Zentrum Wein und Obst“ (ZWO) an der HBLA und dem Bundesamt für Wein- und Obstbau feierlich eröffnet. Nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren steht damit ein modernes Multifunktionsgebäude nahe dem Stadtzentrum zur Verfügung, das Forschung, Ausbildung und praktische Anwendung im österreichischen Wein- und Obstbau miteinander verbindet. Errichtet wurde das Projekt durch die Bundesimmobiliengesellschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. Insgesamt flossen rund 25 Mio. € in den Neubau. Ziel der Investition ist es, den traditionsreichen Standort langfristig zu stärken und für zukünftige Herausforderungen in Landwirtschaft und Forschung zu rüsten.

Bei der offiziellen Eröffnung unterstrichen Norbert Totschnig und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Bedeutung des Projekts für Innovation, Klimawandelanpassung und die regionale Landwirtschaft. Das Zentrum sei ein wichtiger Schritt, um Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu bringen und die Ausbildung junger Fachkräfte weiter zu verbessern.

Multifunktionale Struktur auf fünf Ebenen

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© Markus Schieder

Das Gebäude selbst beeindruckt durch seine multifunktionale Struktur auf fünf Ebenen. Herzstück ist ein modernes Forschungsglashaus am Dach mit rund 440 mFläche, das optimale Bedingungen für Versuche in Rebenzüchtung, Pflanzenschutz und nachhaltigem Weinbau bietet. Ergänzt wird das Angebot durch spezialisierte Labore, Unterrichtsräume und Büroflächen.

Darüber hinaus verfügt das ZWO über eine Turnhalle mit Tribüne, die flexibel auch als Veranstaltungs- und Festsaal genutzt werden kann. Ein öffentlich zugänglicher Ab-Hof-Verkaufsbereich soll künftig Produkte aus dem Wein- und Obstbau direkt vor Ort zugänglich machen. Ergänzende Infrastruktur wie ein Weinlager, Technikräume und Präsentationsflächen runden das Konzept ab.

Viel heimisches Holz verbaut

Neben Forschung und Lehre spielt auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Der Neubau wurde in Holzbauweise umgesetzt, wobei rund 570 m3 Holz verwendet wurden. Eine Regenwasserzisterne mit 10.000 l Kapazität versorgt das Glashaus, während Fernwärme Heizung und Warmwasser bereitstellt. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage bereits in Planung. Mit dem neuen Zentrum wird Klosterneuburg weiter als führender Standort für Wein- und Obstbau etabliert und setzt ein starkes Zeichen für die Verbindung von Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit.

Quelle: BIG