Wie weit sich der Baustoff Holz heute entwickeln lässt, demonstriert eine aktuelle Ausstellung im Architekturhaus Salzburg. Gemeinsam initiiert von der Fachhochschule Salzburg und der Initiative... Mehr lesen ...
Das Projekt wird vom Institut für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) gemeinsam mit dem Bündnis „Holz-21-regio“ umgesetzt, das an der Fachhochschule Erfurt angesiedelt ist. Begleitet wird es von den Thüringer Ministerien für Infrastruktur sowie für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forst. Insgesamt stellt das Land rund 10 Mio. € bis 2027 für Aufbau und Betrieb bereit. Infrastrukturminister Steffen Schütz bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Schritt auf dem Weg, Thüringen zu einem führenden Holzbauland zu entwickeln. Das Zentrum solle Innovationen beschleunigen und regionale Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum stärken
Auch wissenschaftlich soll das Kompetenzzentrum neue Impulse setzen. IAB-Direktor Robert Vetter betonte den Anspruch, anwendungsnahe Forschung direkt in industrielle Anwendungen zu überführen. Der Standort Suhl-Nord biete dafür ideale Bedingungen, da sich dort ein wachsender Schwerpunkt rund um den Baustoff Holz entwickle. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung regionaler Holzressourcen. Vor allem Laubholz, das bisher im Bauwesen nur eingeschränkt eingesetzt wird, soll künftig stärker berücksichtigt werden. Ziel ist es, neue Einsatzmöglichkeiten zu entwickeln und fossile sowie energieintensive Baustoffe zunehmend zu ersetzen.
Neben Forschung und Entwicklung wird das Kompetenzzentrum auch als Netzwerkplattform dienen. Geplant sind Workshops, Modellprojekte und die Begleitung konkreter Bauvorhaben. Erste Aktivitäten starten bereits vor der Fertigstellung der geplanten Holzbauhalle am Standort Suhl-Nord. Das ehemalige Wohngebiet entwickelt sich damit schrittweise zu einem Innovationsstandort für nachhaltiges Bauen. Mit dem neuen Zentrum will Thüringen seine Vorreiterrolle im Holzbau weiter ausbauen und den Baustoff Holz stärker als klimafreundliche Alternative im Bauwesen etablieren.
Quelle: Freistaat Thüringen