382 Holzmodule für den Bundespräsidenten

Ein Artikel von Birgit Gruber | 30.09.2026 - 09:44

Ende August wurde in Berlin der neue Ausweichsitz des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier offiziell übergeben. Das sechsgeschoßige Bürogebäude entstand im Spreebogen, in unmittelbarer Nähe von Bundeskanzleramt und Hauptbahnhof, und wird dem Bundespräsidialamt während der Sanierung von Schloss Bellevue für bis zu acht Jahre als Amtssitz dienen. Anschließend soll das Gebäude dauerhaft für weitere Einrichtungen des Bundes genutzt werden.

Auf rund 18.700 m² Bruttogrundfläche wurden 382 vorgefertigte Holzmodule auf einem Stahlbetonsockel zu dem Verwaltungsbau zusammengefügt. Insgesamt bietet das Gebäude 179 Büros für rund 250 Arbeitsplätze. Bauherr ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, für die Architektur zeichnet das Berliner Büro sauerbruch hutton verantwortlich. Der hohe Vorfertigungsgrad war ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Planung, Produktion und Montage wurden auf die serielle Bauweise abgestimmt und ermöglichten eine vergleichsweise kurze Realisierungszeit. Kaufmann Bausysteme gibt für das Projekt eine Bauzeit von 20 Monaten an. 

Hohe energetische Standards

Auch energetisch setzt das Gebäude auf einen ambitionierten Standard. Der Neubau erfüllt den Standard „Effizienzgebäude Bund 40“ und wird unter anderem über eine Photovoltaikanlage und Fernwärme versorgt. Damit verbindet das Projekt die Anforderungen an einen modernen Verwaltungsbau mit den konstruktiven Möglichkeiten des Holzmodulbaus.

Für Kaufmann Bausysteme und Primus developments ist das Projekt zugleich eine weitere Referenz im öffentlichen Holzbau. Bereits mit dem Luisenblock West im Berliner Regierungsviertel realisierten die Partner gemeinsam mit sauerbruch hutton ein mehrgeschoßiges Bürogebäude für den Deutschen Bundestag, ebenfalls nahezu vollständig aus vorgefertigten Holzmodulen.

Quelle: Kaufmann Bausysteme