Langzeitverhalten von Holz-Verbundsystemen erforscht

Ein Artikel von Raphael Zeman | 07.04.2026 - 08:33
Forschungsprojekt Verbundsysteme_1_Fraunhofer WKI, Yan Libo.jpg

Mit Holzhybridsystemen sollen die jeweiligen Stärken der verschiedenen Materialien gezielt genutzt werden. Diese Aufnahme zeigt einen Versuch, die langfristigen Kriech-Biegebelastungen geklebter Brettschichtholz-Beton- und Holz-Faser-Kunststoff-Verbundplatten zu testen. © Fraunhofer WKI, Yan Libo

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens „HolzFKV-HolzHBV-Bau“ liefern wichtige Grundlagen für den Einsatz geklebter Holzhybridmaterialien und etablieren wissenschaftliche Expertise auf einem noch wenig erforschten Gebiet. Das Projekt wurde über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom deutschen Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert.

Seit 2018 erforschte eine Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Libo Yan vom Fraunhofer-Institut für Holzforschung und der TU Braunschweig die kurz- und langfristigen Eigenschaften verschiedener Holzhybridverbunde sowie der einzelnen Materialien wie Holz, pflanzliche Naturfasern und Textilien, Glas- und Kohlefasern, Klebstoffe, faserverstärkte Polymerverbundwerkstoffe (FKV) und Recyclingbeton mit einer multiskaligen Forschungsmethode. Dabei untersuchte das Team die Mikrostruktur sowie die chemischen und mechanischen Eigenschaften der Verbundwerkstoffe und ihrer Wechselwirkungsmechanismen und entwickelte daraus geeignete Oberflächenbehandlungen für ein verbessertes Bindungsverhalten der Materialien.

Neben Prof. Dr. Yan arbeiteten vier Postdoktoranden sowie neun studentische Hilfskräfte am Projekt. Insgesamt entstanden im Zuge der Untersuchungen 35 Bachelor- und Masterarbeiten. „Vor allem freut es mich, dass sechs Studierende aus unserem Team während des Projekts erfolgreich promoviert haben“, so Prof. Dr. Yan. Zwei weitere Doktoranden arbeiten noch an ihren Dissertationen.

Der Abschlussbericht steht hier zum Download bereit.

Quelle: FNR