Holzbauarbeiten an Gymnasium starten

Ein Artikel von Birgit Gruber | 05.03.2026 - 09:31
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Atrium Schnitt des neuen Gymnasiums in Nürnberg. © Caramel architektInnen

Der Schulneubau entsteht mit Sporthalle und Mensa auf einer Bruttogeschoßfläche von rund 30.000 m². Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts liegt auf der konsequenten Umsetzung einer modernen Holzbauweise. Insgesamt werden etwa 7000 m³ Holz verbaut. Zum Einsatz kommen unter anderem Brettsperrholz, Brettschichtholz und BauBuche.

Die Tragkonstruktion besteht aus massiven Brettschichtholz-Stützen und Unterzügen, während in besonders hoch belasteten Bereichen Buche-Furnierschichtholz verwendet wird. Oberhalb der Kellerdecke wird das Gebäude – mit Ausnahme der Treppentürme – vollständig in Holzbauweise errichtet. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist der bewusste Verzicht auf eine Holz-Beton-Verbunddecke. Dadurch bleiben viele Holzbauteile sichtbar und prägen die Architektur des Gebäudes. Gleichzeitig erfordert dieses Konzept innovative Lösungen im Bereich Statik und Brandschutz, da keine zusätzliche brandschutztechnische Bekleidung vorgesehen ist.

Innen und außen konsequent mit Holz

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Holzmontage (v. li.): Felix Jentges (stv. Schulleiter), Thorsten Brehm (Stadt Nürnberg), Cornelia Trinkl (Schulreferentin), Sabine Stahl (Prokuristin WBG Kommunal), Friedhelm Klöhr (Schulleiter), Ralf Schekira (GF WBG Nürnberg) und Michael Weinmann (Techn. Gruppenleiter Ed. Züblin) © Kathrin Weinmann

Auch die Gebäudehülle setzt konsequent auf Holz. Die Fassade wird als Holzrahmenbau mit einer Holzlamellenschalung auf rund 6000 m² Fläche ausgeführt. Die Elemente werden im Werk von Züblin Timber in Aichach vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Durch die präzise industrielle Vorproduktion kann die Bauzeit deutlich reduziert werden. „Der Montagebeginn Ende Februar erforderte umfangreiche Vorarbeiten. Mehrere hundert Kernbohrungen wurden millimetergenau in die Bodenplatte eingebracht, um die Verankerungsdübel für die Holzstützen zu setzen. Anschließend konnten die ersten Stützen des Erdgeschoßes montiert werden. Es folgen Unterzüge, Brettsperrholz-Wände sowie Deckenelemente, die überwiegend als Rippendecken ausgeführt sind“, informiert das Unternehmen.

Aufgrund der hohen Anzahl an Bauteilen und der erforderlichen Präzision werde die Montage des Erdgeschoßes mehrere Wochen dauern. In den oberen Geschoßen soll sich der Baufortschritt deutlich beschleunigen, da dort kein aufwendiger Toleranzausgleich zum Beton mehr erforderlich ist und die Holzbauteile schneller miteinander verbunden werden können, heißt es.

Quelle: Züblin Timber