Mit dem ersten Holzbaupreis in Vorarlberg im Jahre 1997 haben wir hier im westlichsten Bundesland begonnen, einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeiten des Zukunftsbaustoffes Holz näherzubringen. Mit viel Einsatz und Mut haben die Gründer des Vereins „Vorarlberger Holzbaukunst“ den Grundstein für eine Bewegung gelegt, die maßgeblich zur heutigen Position von Holz und den daraus entwickelten Bauwerken beigetragen hat und noch immer beiträgt. Lange bevor Klimaschutz, Rückbaubarkeit und Wiederverwendung zur Debatte standen, haben wir in Vorarlberg auf das Material vertraut, das uns die Natur zur Verfügung stellt, und es uns ans Herz gelegt. Vorarlberg, und hier speziell der Bregenzerwald – die Heimat der Barockbaumeister –, hat immer eine enge Symbiose von Architektur und Handwerk gelebt. Dieser gemeinsame Weg war seit jeher die Grundlage für praktikable, handwerklich hochwertige Lösungen und ansprechende Gestaltung. Die Initiative „Vorarlberger Holzbaukunst“ baut mit ihrer Tätigkeit auf diesem Prinzip auf. Die Mitglieder des Vereins setzen sich aus Planern, Holzbaubetrieben und Lieferanten zusammen. Dieser Schulterschluss ermöglicht es, die Kräfte zu bündeln und durch eine verstärkte Präsenz und Kommunikation das Bauen mit Holz anzuregen. Das gemeinsame Ziel, anspruchsvolle Gebäude mit dem Naturprodukt Holz umzusetzen, verbindet die Mitglieder.
Als Obmann des Vereins freue ich mich sehr, dass vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen- und Wasserwirtschaft und der proHolz-Organisation nun ein bundesweiter Holzbaupreis ausgelobt wird und unsere Vorarlberger Mitglieder sich über den Staatspreis und die Anerkennung freuen dürfen. Solche Auszeichnungen motivieren, auch in Zukunft weiterzumachen. Das Potenzial für Holz beim Bauen hat noch viel Luft nach oben, und wir werden alles daran setzen, dies auch künftig zu zeigen und uns dafür einzusetzen. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Material Holz noch viel erreichen werden – und das nicht nur beim Bauen. Ich möchte allen Preisträgern zu ihrem Erfolg gratulieren und alle „Hölzigen“ einladen, auch künftig unserem Werkstoff Holz zu vertrauen. Unser Handwerk hat stabilen Boden, und wir haben schon über Jahrhunderte gezeigt, was wir können – und das werden wir auch in Zukunft tun.