Fertigbau erholt sich schneller von der Baukrise

Ein Artikel von Birgit Gruber | 10.03.2026 - 08:12

Wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) mitteilt, erreichte der Marktanteil von Fertighäusern im Jahr 2025 mit 26,5 % ein neues Allzeithoch. Insgesamt wurden bundesweit 50.755 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 13.473 in Fertigbauweise. Damit legte der Fertigbau gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich zu.

PM-2026-BDF-Baugenehmigungen-2025.jpg

In keinem Bundesland ist der Fertigbau so stark nachgefragt wie in Baden-Württemberg, aber auch Hessen kratzt an der 40-Prozent-Marke. In Berlin war 2025 fast jeder dritte Neubau ein Fertighaus, in NRW nur gut jeder fünfte.  © BDF/Statistisches Bundesamt

Nach dem Einbruch der Bautätigkeit seit 2022 – ausgelöst durch steigende Bauzinsen, höhere Material- und Energiekosten sowie unsichere Förderbedingungen – zeigt sich der Fertigbau deutlich robuster als der Gesamtmarkt. Innerhalb von drei Jahren waren die Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser insgesamt um rund 60 % zurückgegangen, bei Fertighäusern um etwa 54 %.

Laut Einschätzung des BDF profitiere insbesondere der Holzfertigbau von seinen Vorteilen wie serieller Vorfertigung, kurzen Bauzeiten und hoher Energieeffizienz. Zudem erschließen Fertighaushersteller zunehmend neue Geschäftsfelder, etwa im mehrgeschoßigen Wohnungsbau, in der Quartiersentwicklung sowie bei Nachverdichtungsprojekten.

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau