Vernetzung
„An erster und wichtigster Stelle steht für mich die Vernetzung mit allen Institutionen und über die gesamte Branche hinweg. Die Wertschöpfungskette stärker zusammenzuschließen und zu positionieren, ist das Um und Auf und die Grundlage für unsere Tätigkeit, statt sich im Alleingang in der eigenen Blase zu befinden. Ziel ist eine breite Ausrichtung nach außen, aber auch branchenintern, das Schaffen einer geschlossenen Gruppe von der Innung über den Verband bis hin zum Magazin.“
Aus- und Weiterbildung der Branche
„Die Aus- und Weiterbildung war und wird immer eines meiner größten Anliegen sein – denn sie sichert den Fortbestand unserer Branche. Es braucht gut ausgebildete Mitarbeiter, Fach- und Führungskräfte, um den Holzbau weiterhin stark zu etablieren.“
Unternehmen und Betriebsstruktur
„Zu guter Letzt ist es mein Ansinnen, die Kleinstrukturiertheit der Holzbauunternehmen beizubehalten – denn so sind wir in den Regionen gut vernetzt, schlagkräftig und krisenresistent. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, sieht man, wie große Betriebe hadern – ein kleines Unternehmen findet leichter Überbrückungsmöglichkeiten und hält so die Branche am Leben. Denn die Betriebe bilden das Rückgrat der Wirtschaft.
Natürlich braucht es auch große Betriebe mit ihrer Strahlkraft für den Holzbau – der Mix ist wichtig, aber Stabilität noch wichtiger. Wenn sich kleinere Betriebe vernetzen und zusammenarbeiten, können im Verbund auch größere Projekte gestemmt werden. Das Problem wird zukünftig nicht die Konkurrenz sein, sondern die Fähigkeit, Großaufträge auch mit kleinen Unternehmen umsetzen zu können. Dahingehend predigen wir schon lange: Der österreichische Grundgedanke ,das ist meins und geht dich nichts an‘ muss aufhören.
In diesem Sinne noch ein letzter Punkt: Ich appelliere an die Unternehmer, wieder zu versuchen, Unternehmer zu sein. Leider hat sich das Jammern etwas etabliert – aber wenn der Unternehmer nicht bereit ist, eine Mehrleistung zu erbringen, wird es nicht funktionieren.