Ein Museum für das kulturelle Gedächtnis

Ein Artikel von Birgit Gruber | 17.02.2026 - 07:59

Künftig sollen in dem Gebäude mehr als eine Million Objekte – von archäologischen Funden über museale Sammlungen bis hin zu Foto- und Filmarchiven – unter optimalen Bedingungen bewahrt und zugleich öffentlich zugänglich gemacht. Das Gebäude bündelt Depots, Restaurierungswerkstätten, Labore, Büros und Ausstellungsräume. Alles ist klar gegliedert. Die Wege zwischen Forschung, Restaurierung und Ausstellung sind kurz. Das erleichtert die Arbeit und verbessert die Zusammenarbeit. Die empfindlichen Sammlungen liegen unter der Erde. Dort bleiben Temperatur und Luftfeuchtigkeit gleichmäßig. Das schützt die Objekte und spart Energie. 

Tageslicht, Innenhof und einladende Räume

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Das hohe Dach und der straßenseitige Eingang schaffen ein offenes und einladendes Foyer für Besucher. © Peter Pichler Architecture

Die Büros liegen rund um einen grünen Innenhof. So kommt viel Tageslicht ins Gebäude, und es gibt angenehme Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeitenden. Der Haupteingang ist offen und freundlich. Er ist sowohl von der Straße als auch vom Platz zugänglich. Besucher und Mitarbeitende können das Gebäude außerdem direkt über das unterirdische Parkhaus erreichen. Eine auffällige Wendeltreppe im Foyer verbindet die Stockwerke und macht das Gebäude räumlich interessant. Das Depot schafft einen zentralen Ort für die archäologischen Sammlungen, die bisher nicht optimal gelagert waren. So werden die Objekte richtig konserviert und können gleichzeitig der Öffentlichkeit gezeigt werden. Das stärkt ihren Wert als kulturelles Erbe.

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© Peter Pichler Architecture

Die Architektur des neuen Kulturgüterdepots orientiert sich an der traditionellen Bauweise Südtirols, sowohl in den Alpen als auch in den Tälern. Das hohe Dach und der straßenseitige Eingang schaffen ein offenes und einladendes Foyer für Besucher. Durch die teilweise Einbettung des Gebäudes in den Boden wirkt es kleiner und fügt sich gut in die Umgebung ein. Das begrünte Dach wird zu einer Fortsetzung der Landschaft und verbindet das Gebäude harmonisch mit der Natur. 

Nach Fertigstellung wird das Depot archäologische Sammlungen zusammenführen, die bisher unter unzureichenden Bedingungen gelagert wurden. So werden sie fachgerecht konserviert und gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wodurch ihr Wert als kulturelle Schätze gestärkt wird.

Quelle: Peter Pichler Architecture