Zur Waterfront öffnet sich das Gebäude mit großzügigen Balkonen und einem gemeinschaftlichen Garten. Die umlaufenden Balkone verbinden die unterschiedlichen Fassadenseiten räumlich und sozial. © Powerhouse Company
Entworfen von Powerhouse Company und entwickelt in Zusammenarbeit mit Amvest, entsteht das Projekt im wachsenden Stadtquartier Overhoeks und ist Teil einer langfristigen urbanen Transformation. Im Fokus steht eine weitgehend in Holz realisierte Gebäudestruktur. Während Untergeschoß, Erdgeschoß und Kern aus statischen Gründen in Beton ausgeführt werden, besteht die darüberliegende Tragstruktur vollständig aus Holz. Das Projekt nutzt die konstruktiven Vorteile des Materials: geringeres Eigengewicht, hohe Vorfertigungstiefe und verkürzte Bauzeiten bei gleichzeitig reduzierter CO₂-Bilanz.
Die repetitive und effiziente Systematik der Holzkonstruktion ermöglicht eine klare räumliche Organisation und architektonische Präzision. So wird Holz nicht nur als nachhaltige Alternative verstanden, sondern als strukturbildendes Prinzip des gesamten Entwurfs. „Als Team sehen wir Holz seit Langem als Material der Zukunft und haben unsere Expertise kontinuierlich ausgebaut“, sagt Nanne de Ru, Gründer von Powerhouse Company. Mit „The Ark“ werde dieser Anspruch nun in gebaute Realität übersetzt.
Holzbau als tragendes System
Blick auf die sichtbare Holzkonstruktion der oberen Geschoße. Die repetitive, effiziente Systematik ermöglicht hohe Vorfertigung und verkürzte Bauzeiten bei reduzierter CO₂-Bilanz. © Powerhouse Company
Im Fokus steht eine weitgehend in Holz realisierte Gebäudestruktur. Während Untergeschoß, Erdgeschoß und Kern aus statischen Gründen in Beton ausgeführt werden, besteht die darüberliegende Tragstruktur vollständig aus Holz. Das geringere Eigengewicht, der hohe Vorfertigungsgrad und die verkürzten Bauzeiten zählen zu den konstruktiven Vorteilen. Zugleich trägt der nachwachsende Rohstoff zur Reduktion der CO₂-Bilanz bei. „Das Gebäude ist großzügig, langlebig und auf eine hohe Aufenthaltsqualität ausgelegt. Holz ermöglichte uns, langfristige Qualität mit einem schnellen und kontrollierten Bauprozess zu verbinden“, erklärt Paul Stavert, Partner bei Powerhouse Company.
Materialität und Wohlbefinden
Über die Konstruktion hinaus prägt Holz auch die Atmosphäre der Wohnungen. Die Tragstruktur bleibt sichtbar und vermittelt Wärme, Haptik und Natürlichkeit. „Holz macht biophiles Design nicht erklärungsbedürftig, sondern unmittelbar erfahrbar. Es entsteht eine psychologische Geborgenheit, die in unserer Beziehung zu natürlichen Materialien verwurzelt ist“, sagt Architekt Maxime Meessen. Großzügige, gebäudebreite Balkone erweitern die Wohnräume nach außen und verstärken den Bezug zur Umgebung.
Zwischen Stadt und Wasser
Der von Straße und Wasser zugängliche Eingang bildet das soziale Herz des Gebäudes und verbindet die unterschiedlichen Stadträume. © Powerhouse Company
Städtebaulich reagiert das Gebäude mit zwei differenzierten Fassaden auf seine Lage zwischen Straße und Waterfront. Zur belebten Straßenseite hin öffnen sich Gewerbeflächen und eine öffentliche Terrasse, während zur ruhigeren Wasserseite ein gemeinschaftlicher Garten anschließt. Ein zentraler Eingangsbereich verbindet beide Seiten und bildet das soziale Herz des Hauses. Auch für den Projektentwickler bedeutet der Holzbau ein bewusstes Bekenntnis: „Die Entscheidung für Holz erfordert von allen Beteiligten besondere Sorgfalt. Doch Holz muss – trotz aller Herausforderungen – als Notwendigkeit verstanden werden“, betont Remco van der Heijden von Amvest. Mit „The Ark“ zeigt das Projekt, wie Holzbau ökologische Verantwortung, konstruktive Innovation und Wohnqualität zu einem zukunftsfähigen Modell urbanen Wohnens verbindet.
Quelle: Powerhouse Company