Studierende aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Italien, der Slowakei, Polen, Russland und Slowenien reichten ihre Projekte ein. Organisiert wurde der Wettbewerb von proHolz Austria gemeinsam mit proHolz Bayern. Die Preisverleihung fand am 21. Mai an der Technischen Universität Wien statt. Dort wurden Preisgelder von insgesamt 19.500 € an die Siegerteams vergeben.
Im Mittelpunkt standen drei konkrete Bauaufgaben in drei europäischen Städten. Gesucht wurden Aufstockungslösungen für ein Studierendenwohnheim in Ljubljana, ein Ärztehaus und Bürogebäude in München sowie eine Obdachlosenheimstätte in Wien.
Vermittlung von Holzbau-Knowhow
So sehen Sieger aus: Am 21. Mai fand die Preisverleihung für die diesjährige proHolz Student Trophy an der TU Wien statt. © www.redtenbacher.net
Der Wettbewerb greift ein zentrales Thema der Stadtentwicklung auf: Immer mehr Menschen leben in Städten, während freie Flächen knapper werden. Das Weiterbauen auf bestehenden Gebäuden gilt deshalb als nachhaltige Lösung, weil kein zusätzlicher Boden verbraucht wird. Holz eignet sich besonders für solche Aufstockungen. Das Material ist leicht, gleichzeitig tragfähig und ermöglicht durch den hohen Vorfertigungsgrad kürzere Bauzeiten sowie weniger Lärm auf der Baustelle. Richard Stralz, Obmann von proHolz Austria, sieht im Wettbewerb deshalb mehr als nur eine Auszeichnung für Studierende. Er erklärt: „Die proHolz Student Trophy, die wir bereits zum sechsten Mal ausgelobt und umgesetzt haben, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bemühungen um die Vermittlung von Holzbau-Knowhow an die Planenden der Zukunft.“ Weiter betont Stralz die internationale Bedeutung des Wettbewerbs: „Mit dem Wettbewerb stoßen wir die konkrete Auseinandersetzung mit Holz und seinen spezifischen Eigenschaften bei den Studierenden auf internationaler Ebene an und schaffen so die Voraussetzungen für die vermehrte Anwendung des Baumaterials Holz.“
Die Siegerprojekte
Als Siegerprojekte wurden drei Entwürfe ausgezeichnet:
- „The social floor“ von Mark Klančar, Eni Katarina Karbić, Neza Lazar und Zak Likar von der Universität Ljubljana für die Aufstockung eines Studierendenwohnheims in Ljubljana.
- „Dunkle Schale, heller Kern“ von Finn-Matti Hitz, Zeno Blaas und Jan Ludwig von der TU München für die Erweiterung eines Ärztehauses und Bürogebäudes in München.
- „Im Dialog“ von Pirmin Dietrich, Florian Haring und Benjamin Karg von der TU Wien für die Aufstockung einer Obdachlosenheimstätte in Wien.
Zusätzlich vergab die hochkarätige Jury fünf Anerkennungspreise an Projekte der Bauhaus-Universität Weimar, der FH Joanneum Graz sowie mehrerer Institute der TU Graz und TU Wien. Die proHolz Student Trophy 26 zeigt damit, wie Holzbau künftig zur klimafreundlichen Entwicklung wachsender Städte beitragen kann – und welche Rolle junge Architekt:innen und Planer:innen dabei spielen werden.
Quelle: proHolz Austria