Zu viele Vorschriften, zu wenig Wohnungen

Ein Artikel von Birgit Gruber | 24.06.2026 - 12:36

Auf der ersten Deutschen Baunormenkonferenz am 8. Juli in Berlin wollen die Institute deshalb einen „Normennotruf“ an Bund und Länder richten. ARGE-Chef Prof. Dietmar Walberg sieht in der Normenflut einen wesentlichen Kostentreiber: „Mit besseren Normen hätte Deutschland mehr Wohnungen.“ Kritik üben die Forscher insbesondere an aufwendigen Nachweispflichten, etwa beim Schallschutz. Laut IFB-Direktorin Heike Böhmer haben sich Aufwand und Kosten für entsprechende Berechnungen seit 2015 deutlich erhöht.

Die Institute fordern künftig eine unabhängige Kontrolle neuer Normen, verbindliche Kostenfolgenabschätzungen sowie eine stärkere Förderung des einfachen und bezahlbaren Bauens nach dem Konzept „Gebäudetyp E“. Zudem sprechen sie sich für eine bundesweit einheitliche Einführung von Normen aus, um ein regulatorisches „Länder-Patchwork“ zu vermeiden.

Über die Forderungen informieren ARGE und IFB bereits am 7. Juli im Rahmen einer Hybridpressekonferenz in Berlin.

Quelle: ARGE Schleswig-Holstein / IFB Niedersachsen