Unter den beteiligten Unternehmen befinden sich das IIASA, die Wiehag, binderholz, Egger Holzwerkstoffe, Stora Enso, Hilti, die Österreichischen Bundesforste sowie die Hasslacher Gruppe.
Im Mittelpunkt steht das von Schellnhuber entwickelte Konzept der „Wald-Bau-Pumpe“: Nachhaltig bewirtschaftete Wälder binden CO₂, das durch den Einsatz von Holz in langlebigen Gebäuden über Jahrzehnte gespeichert bleibt. Gleichzeitig wachsen neue Bäume nach und entziehen der Atmosphäre weiteres Kohlendioxid. „Städte müssen von CO₂-Quellen zu Kohlenstoffsenken werden. Der Holzbau ist dafür das wichtigste Werkzeug“, betonte Schellnhuber.
SITCA will wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen schaffen und den Wandel zu regenerativen Baustoffen beschleunigen. „Mit SITCA schaffen wir die wissenschaftliche Basis, um Entscheidungsträger weltweit von einem Paradigmenwechsel zu überzeugen – weg von CO₂-intensiven Materialien, hin zu regenerativen Baustoffen“, erklärte Wiehag-CEO Erich Wiesner. Unterstützung kommt auch aus der Politik. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig verwies auf das große Potenzial des mehrgeschoßigen Holzbaus: „Wer mit Holz baut, spart gleich doppelt CO₂ – durch langfristige Kohlenstoffspeicherung und den Ersatz emissionsintensiver Baustoffe.“
Neben Klimaschutz stehen auch Biodiversität und gesellschaftliche Akzeptanz im Fokus. Der internationale Waldforschungsverband IUFRO wird die Allianz wissenschaftlich begleiten. Zudem arbeitet SITCA eng mit der FAO-Initiative „Grow the Solution“ zusammen, um den Einsatz nachhaltig produzierter Holzbaustoffe international stärker zu verankern.
Über SITCA
Die Science and Timber Construction Alliance (SITCA) ist eine globale Plattform zur Förderung des holzbasierten Bauens auf Basis wissenschaftlicher Evidenz.
Ziel von STICA ist:
- Wissenschaftliche Grundlagen stärken
Belastbare Erkenntnisse zu nachhaltiger Holzverfügbarkeit, CO₂-Bindung und zukunftsfähigen Holzbausystemen schaffen. - Akteure vernetzen und Dialog fördern
Relevante Stakeholder zusammenbringen und den Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse und gemeinsame Botschaften stärken. - Bewusstsein schaffen und Entscheidungen unterstützen
Die Vorteile nachhaltiger Waldbewirtschaftung und des Holzbaus faktenbasiert vermitteln und in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verankern.
Quelle: bmluk.gv.at