Zeitgemäßer Holzbau auf 2200m

Ein Artikel von Birgit Gruber | 17.03.2026 - 10:29

Im Zentrum des Entwurfs von Peter Pichler Architecture steht die Idee, Infrastruktur nicht allein als technische Notwendigkeit zu begreifen, sondern als integralen Bestandteil der Kulturlandschaft. Die neuen Stationen werden als leichte Holzbauten ausgeführt und knüpfen bewusst an die regionale Bautradition der Alpen an. Gleichzeitig interpretiert das Projekt diese Typologie zeitgemäß. Präzise gefügte Konstruktionen, reduzierte Details und eine klare strukturelle Lesbarkeit prägen die Architektur.

Holz spielt zentrale Rolle

Holz spielt dabei eine zentrale Rolle, sowohl als konstruktives als auch als gestalterisches Element. Die Materialwahl ermöglicht eine ressourcenschonende Bauweise, kurze Bauzeiten und eine hohe Vorfertigung. Darüber hinaus fügt sich der Werkstoff durch seine natürliche Alterung und Farbigkeit sensibel in die alpine Umgebung ein. Schlanke, teils geneigte Stützen tragen weit auskragende, steil geneigte Dächer, deren Geometrie sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch die innere Raumwirkung prägt. 

Berghütte als sozialer Treffpunkt

Entlang der Gondeltraße entstehen räumlich differenzierte Stationen, die nicht nur als technische Knotenpunkte fungieren, sondern als bewusst gestaltete Aufenthaltsorte. Erweiterte Plattformen, gezielte Öffnungen und Blickbezüge ins Gebirge inszenieren den Aufstieg als Abfolge von Landschaftserfahrungen.

Am höchsten Punkt bildet eine neue Berghütte den architektonischen Schwerpunkt. Als Ankunftsort, Schutzraum und sozialer Treffpunkt bietet sie großzügige Verglasungen mit Panoramablick sowie offene Innenräume mit gemeinschaftlich nutzbaren Bereichen. Das Projekt zeigt, wie Holzbau im Infrastrukturbereich über reine Funktionalität hinaus zu einem identitätsstiftenden Element zwischen Landschaft, Tourismus und Baukultur werden kann. Der Baubeginn ist für 2026 geplant.

Quelle: Peter Pichler Architecture