Der rund 60 m lange, 20 m breite und 8,50 m hohe Pavillon wird von einer weitgespannten Konstruktion aus Brettschichtholz und Konstruktionsvollholz getragen. Nur sechs Stützen genügen, um das großzügige Dach zu halten, wodurch ein offener, lichtdurchfluteter Raum entsteht. Die Konstruktion ist bewusst auf Reduktion und Materialeffizienz ausgelegt und zeigt die Leistungsfähigkeit moderner Holzbautechnik im großmaßstäblichen Einsatz.
Die Dachstruktur verdichtet sich zur Mitte hin und öffnet sich an den Rändern. Diese Formensprache unterstützt nicht nur die architektonische Idee des Ankommens und Weitergehens, sondern ermöglicht zugleich eine hohe Flexibilität der Nutzung. Unter dem Dach werden modulare Einbauten in Containerbauweise integriert, die funktionale Bereiche wie Kassa, Information und Service aufnehmen.
Modular und vollständig rückbaubar
Vom 23. April bis 17. Oktober 2027 wird das Ruhrgebiet zur Bühne der Internationalen Gartenausstellung. Deshalb wird am neuen Eingangsbereich schon fleißig gebaut. © Adrian Chodkowski | Wirtschaftsbetriebe Duisburg
Besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit: Der Pavillon ist modular geplant und vollständig rückbaubar. Damit kann die Holzkonstruktion nach Ende der IGA 2027 weiterverwendet oder an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Auch die Materialwahl folgt diesem Ansatz: Holz als nachwachsender Baustoff prägt sowohl Tragwerk als auch Gestaltung und verleiht dem Bau eine natürliche Leichtigkeit. Architekt Dirk Druschke über die Idee des Entwurfs: „Ein Eingang ist immer der erste Eindruck eines Ortes. Unser Ziel war es, ein offenes, freundliches und unverwechselbares sowie gleichzeitig nachhaltiges Bauwerk zu schaffen, das Besucherinnen und Besucher willkommen heißt und zugleich die besondere Atmosphäre des RheinParks aufnimmt. Der Pavillon verbindet Funktionalität mit einem starken gestalterischen Charakter und spielt mit der Poesie des Ortes.“
Eine lichtdurchlässige Dachhaut sorgt tagsüber für eine helle Atmosphäre und reduziert den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. In den Abendstunden soll eine gezielte Inszenierung des Holztragwerks den Pavillon als markantes Eingangssignal sichtbar machen.
Quelle: IGA2027