Deutsche Bauunternehmen positiv gestimmt

Ein Artikel von Günther Jauk | 04.06.2020 - 08:19
Zimmerer_Dachstuhl_Shutterstock.jpg

© Shutterstock

Im Rahmen der Studie „Jahresanalyse 2020/2021“ hat das Düsseldorfer Institut BauInfoConsult in den ersten sechs von Corona geprägten Wochen deutschlandweit telefonische Interviews mit 600 Bauakteuren zu ihren Umsatzerwartungen im Angesicht der Krise erhoben. Vor allem die 150 befragten Bauunternehmer blieben größtenteils gelassen. Trotzdem muss jedes dritte Unternehmen mit deutlichen Verlusten rechnen.

Nur 16 % der Bauunternehmen rechnen damit, 2020 ihren Umsatz steigern zu können. Allerdings geht mit 48 % jeder zweite Bauunternehmer davon aus, dass das Umsatzjahr 2020 in etwa gleich ausfallen wird wie 2019 – bekanntlich ein Jahr, in dem die Bauwirtschaft florierte. Dieser Optimismus vieler Bauunternehmer ist auf den ersten Blick erstaunlich: Schließlich sind die Neuaufträge im Bauhauptgewerbe im März erheblich gesunken und auch bei den Auftraggebern im Wirtschafts- und Wohnungsbau ist die Lage alles andere als rosig.

Andererseits konnte das Bauhandwerk auch in den Lockdown-geprägten Befragungsmonaten März und April zwar unter Auflagen, aber dennoch relativ ungestört weiterarbeiten. Die hohen Auftragsbestände aus den Vormonaten stärken ebenso vielen Bauunternehmen immer noch den Rücken.

Allerdings spürt auch jedes dritte Bauunternehmen die negativen Folgen der Coronakrise und hat die eigenen Umsatzerwartungen entsprechend gesenkt. Mit einem deutlichen Umsatzrückgang von über 5 % rechnen 15 % der Bauunternehmer.

Quelle: BauInfoConsult