Im 1. Quartal zeigt sich eine leichte Stimmungsaufhellung. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftslage als schlecht bewerten, ist auf 28 % zurückgegangen (Vorquartal: 43 %). 59 % der Holzbauer sehen eine saisonübliche Entwicklung, im Vorquartal waren es 47 %. 13 % der Holzbauunternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als gut (Vorquartal: 10 %). Die Grundstimmung bleibt aber verhalten, da weiterhin mehr negative als positive Einschätzungen überwiegen. Der Auftragsbestand entwickelte sich zuletzt stabil und sichert im Durchschnitt eine Auslastung von 12,5 Wochen.
Für das 2. Quartal bleiben die Erwartungen vorsichtig. 16 % der Holzbaubetriebe rechnen mit Steigerungen der Auftragseingänge gegenüber dem 2. Quartal 2025 (Vorjahr: 9 %). 51 % erwarten keine Veränderung (Vorjahr: 59 %). 33% erwarten Rückgänge (Vorjahr: 32 %). Per Saldo überwiegen die pessimistischen Einschätzungen.
2025 stagnierten Umsätze
2025 stagnierten die nominellen Umsätze der österreichischen Holzbaubetriebe nahezu. Es gab einen minimalen Rückgang von 0,1 %. Hinter diesem Durchschnittswert verbirgt sich jedoch eine deutliche Spreizung: Ein Drittel der Holzbauunternehmen konnte kräftige Zuwächse (durchschnittlich +16 %) erzielen, während mehr als 40 % teils erhebliche Umsatzrückgänge (durchschnittlich 15,5 %) hinnehmen mussten. Preissteigerungen von durchschnittlich 3,3 % konnten diesen Rückgang nicht kompensieren, real ergibt sich ein Minus von 3,3 %. Die Exporttätigkeit liegt im Vergleich zum Vorjahr unverändert niedrig bei 2,2 %.
2025 tätigten 44 % der Holzbauer Investitionen. Im Branchendurchschnitt wurden 5900 € je Beschäftigten investiert. Das waren um 15 % mehr als 2024. Es handelte dabei überwiegend um Ersatzinvestitionen (52 %). Erweiterungsinvestitionen blieben vergleichsweise zurückhaltend. Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in den Planungen für 2026 wider: In der Konjunkturumfrage gab nur etwa ein Drittel der Betriebe an, in diesem Jahr überhaupt Investitionen zu beabsichtigen.
Die Top 5-Herausforderungen im laufenden Jahr sind für 75 % der Betriebe Bürokratie und Verwaltung, für 71 % Steuern und Abgaben, für 70 % Preissteigerungen bei Rohstoffen und Materialien, für 64 % die Preiskonkurrenz und für 64 % der Betriebe die Arbeitskosten.