Schweden erprobt 30 m-Windturbine in Holz

Ein Artikel von Raphael Zeman | 04.05.2020 - 16:45
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Dank des geringeren Gewichts von Holz und des Modulkonzepts ist es möglich, höhere Türme zu bauen, die sich dennoch auf öffentlichen Straßen transportieren lassen. © Modvion

Wie holzbau austria Ende vergangenen Jahres berichtete, arbeitet das schwedische Unternehmen Modvion an Windkraftanlagen in Holzbauweise. Nun erbaute man auf der Insel Björkö eine solche, vom Svenskt Vindkraftstekniskt Centrum an der Technischen Universität Chalmers als Projektstudie in Auftrag gegebene 30 m hohe Anlage.

Ziel der Studie ist es, bis 2022 tatsächlich kommerziell nutzbare Windturbinen zu bauen. Dahingehend gibt es bereits zwei Absichtserklärungen: mit Varberg Energi plant man die Errichtung eines 110 m hohen Turms, während Rabbalshede Kraft am Bau von zehn mindestens 150 m hohen Turbinen interessiert ist. Der bereits errichtete 30 m-Turm wurde gemeinsam mit der skandinavischen Holzindustrie Moelven in Töreboda gefertigt. „Dieser große Durchbruch ebnet den Weg für Windkraftanlagen der nächsten Generation“, zeigt sich Otto Lundman, Geschäftsführer bei Modvion, erfreut.

Dieser große Durchbruch ebnet den Weg für Windkraftanlagen der nächsten Generation.

Otto Lundman, Geschäftsführer von Modvion

Auch der Geschäftsführer von Moelven, Johan Ehlén, ist überzeugt von dem Projekt: „Holz hat fantastische Eigenschaften und wir müssen viel mehr in Holz bauen, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen. Für uns ist die Teilnahme an diesem Pilotprojekt enorm inspirierend, da wir hier den erneuerbaren Energieträger Holz in einer Konstruktion zur Erzeugung erneuerbarer Energie einsetzen können.“

Quelle: Modvion