Im Branchendurchschnitt sind die Auftragseingänge der österreichischen Holzbaubetriebe in den ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum wertmäßig (nominell) um 2,2 % gesunken. Damit ist das Minus geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum (–8,7 %), heißt es in der Konjunkturbeobachtung Gewerbe und Handwerk der KMU Forschung Austria. 17 % der Betriebe meldeten eine Steigerung der Aufträge um durchschnittlich 20 %. Bei 44 % lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau. 39 % der Betriebe verzeichneten Rückgänge um durchschnittlich 17,6 %. Die Verkaufspreise wurden in der Branche Holzbau in den ersten drei Quartalen 2025 im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2024 im Durchschnitt um 2,7 % erhöht. Die Auftragseingänge sind damit mengenmäßig (real) um 4,8 % gesunken.
Im 4. Quartal 2025 beurteilen 10 % der Holzbaubetriebe die Geschäftslage mit „gut“ (Vorquartal: 19 %), 47 % mit „saisonüblich“ (51 %) und 43 % der Betriebe mit „schlecht“ (30 %). Per Saldo (Anteil der Betriebe mit guten abzüglich schlechten Beurteilungen) überwiegen die Unternehmen mit schlechter Geschäftslage um 33 Prozentpunkte. Im Vergleich zum Vorquartal ist das Stimmungsbarometer gesunken. Im Branchendurchschnitt sichert der Auftragsbestand im 4. Quartal 2025 eine Vollauslastung für 10,1 Wochen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der durchschnittliche Auftragsbestand um 11,1 % gesunken. 85 % des Gesamtauftragsbestandes entfielen im 4. Quartal 2025 auf private/gewerbliche Auftraggeber, 10 % auf öffentliche Bauprojekte, die über Generalunternehmer beziehungsweise Bauträger (Genossenschaften) abgewickelt werden, und 5 % auf Direktvergaben durch Bund, Länder und Gemeinden.
Für das 1. Quartal 2026 erwarten 14 % der Holzbaubetriebe Steigerungen der Auftragseingänge gegenüber dem 1. Quartal 2025 (Vorjahr: 7 %), 42 % rechnen mit keiner Veränderung (43 %) und 44 % Rückgänge (50 %). Per Saldo (Anteil der Betriebe mit positiven abzüglich negativen Erwartungen) überwiegen die pessimistischen Einschätzungen um 30 Prozentpunkte. Der negative Saldo liegt über dem Niveau des Vorjahres (–43 Prozentpunkte). Gegenüber dem 4. Quartal 2025 (Saldo: –38 Prozentpunkte) hat der Pessimismus jedoch abgenommen.